Die Entscheidung für eine Photovoltaikanlage ist nicht nur ein Beitrag zur Energiewende, sondern für die meisten Hausbesitzer vor allem eine bedeutende finanzielle Investition. Eine der am häufigsten gestellten Fragen, die uns von Inselvolt erreicht, lautet daher: „Lohnt sich das wirklich – und wann habe ich mein Geld wieder drin?“
Gerade bei Herstellern wie Sungrow, die sich weltweit als einer der führenden Anbieter mit einem sehr attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis etabliert haben, ist das Interesse groß. Wir möchten Ihnen in diesem Artikel transparent aufzeigen, wie es um die Wirtschaftlichkeit von Sungrow-Systemen steht. Dabei hat sich das Grundprinzip in den letzten Jahren gewandelt: Stand früher die Einspeisevergütung im Fokus, lautet die Erfolgsformel heute ganz klar, den Eigenverbrauch zu maximieren. Wir werfen einen Blick auf aktuelle Förderungen, erklären die Faktoren der Amortisation und rechnen konkrete Beispiele durch, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
Was kostet ein Sungrow-System?
Bevor wir über Einsparungen sprechen, müssen wir die Investitionsseite betrachten. Sungrow hat sich global als führender Hersteller etabliert, weil das Unternehmen hochwertige Technologie zu fairen Preisen anbietet. Im Vergleich zu einigen europäischen Premium-Marken liegt Sungrow preislich oft günstiger, ohne dass Sie dabei Abstriche bei der Zuverlässigkeit oder Effizienz machen müssen.
Die Kosten für ein Gesamtsystem setzen sich in der Regel aus folgenden Komponenten zusammen:
- Wechselrichter: Das Herzstück der Anlage. Wechselrichter von Sungrow gibt es als einphasige oder dreiphasige Hybrid-Varianten. Mit Wirkungsgraden von über 97 % arbeiten sie extrem effizient und bilden ca. 8–12 % der Gesamtkosten.
- Batteriespeicher: Die modularen SBR-Speicher von Sungrow sind für ihre Langlebigkeit (dank sicherer Lithium-Eisenphosphat-Technologie) und einfache Erweiterbarkeit bekannt. Die Kosten pro Kilowattstunde Speicherkapazität sind im Marktvergleich attraktiv und machen etwa 20–25 % der Investition aus.
- Solarmodule: Obwohl sie die meiste Fläche einnehmen, machen die Module heute oft nur noch 25–30 % der Gesamtkosten aus.
- Installation & Zubehör: Hierzu zählen Montagesysteme, Kabel, Smart Meter und die Arbeitsleistung der Installation. Dieser Posten umfasst die restlichen 35–40 %.
Wichtig für Ihre Kalkulation: Seit 2023 profitieren Sie in Deutschland von einem entscheidenden Vorteil – dem 0 % Mehrwertsteuersatz auf Lieferung und Installation von PV-Anlagen und Speichern für Wohngebäude. Das senkt die Anschaffungskosten effektiv um 19 % und kann die Amortisationszeit um 1,5 bis 2 Jahre verkürzen.
Welche Förderungen gibt es für Sungrow-Anlagen?
Die Förderlandschaft in Deutschland ist dynamisch, aber für PV-Interessierte nach wie vor sehr lohnenswert. Wenn Sie sich für Sungrow entscheiden, können Sie verschiedene Mechanismen nutzen, um Ihre Investition zu reduzieren.
Nationale Förderungen & Gesetze
- Nullsteuersatz (0 % MwSt): Wie erwähnt, ist dies aktuell die stärkste „indirekte Förderung“. Sie gilt für alle wesentlichen Komponenten (Module, Wechselrichter, Speicher) und senkt die Anfangsinvestition erheblich.
- EEG-Einspeisevergütung: Für jede Kilowattstunde Strom, die Sie nicht selbst verbrauchen und ins Netz einspeisen, erhalten Sie über 20 Jahre eine gesetzlich garantierte Vergütung. Auch wenn diese Sätze (aktuell ca. 8 Cent/kWh) niedriger sind als früher, bieten sie eine sichere Basiseinnahme.
- KfW-Programme: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet zinsgünstige Kredite (z. B. Programm KfW 270) für Erneuerbare Energien an. Reine Zuschüsse sind seltener, sollten aber vor Projektstart immer geprüft werden. Besonders attraktiv wird es bei energetischen Sanierungen (z. B. KfW 261/262).
Regionale Programme
Viele Bundesländer (z. B. Berlin, Bayern) oder einzelne Kommunen bieten temporäre Förderprogramme speziell für Batteriespeicher oder die Kombination aus PV und Wallbox an. Diese Töpfe sind oft schnell leer, weshalb sich eine zeitnahe Recherche und Beantragung lohnt.
Checkliste für die Beantragung:
- Prüfen Sie Förderungen vor der Beauftragung (viele Programme verlangen den Antrag vor Kaufvertragsunterzeichnung).
- Kalkulieren Sie mit Netto-Preisen (wegen 0 % MwSt).
- Behalten Sie Fristen und erforderliche Nachweise (z. B. Inbetriebnahmeprotokoll) im Blick.
Wie berechnet sich die Amortisation einer Sungrow-Anlage?
Die Amortisation beschreibt den Zeitpunkt, an dem die Summe Ihrer Einsparungen und Einnahmen die Investitionskosten übersteigt. Ab diesem Tag erwirtschaftet Ihre Anlage einen reinen Gewinn.
Das Grundprinzip hat sich gewandelt: Früher lohnte sich PV durch hohe Einspeisevergütung. Heute lautet die Formel: Eigenverbrauch schlägt Einspeisung.
Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, spart Ihnen den teuren Zukauf von Netzstrom (ca. 30 bis 40 Cent/kWh). Jede Kilowattstunde, die Sie einspeisen, bringt Ihnen hingegen nur ca. 8 Cent. Die Ersparnis durch Eigenverbrauch ist also vier- bis fünfmal höher als der Ertrag durch Einspeisung.
Die wichtigsten Einflussfaktoren:
- Strompreis-Entwicklung: Je teurer der Netzstrom wird, desto schneller rechnet sich Ihre Sungrow-Anlage.
- Autarkiegrad: Ein Speicher erhöht den Anteil des selbst genutzten Stroms signifikant (oft von ca. 30 % auf ca. 70 %).
- Anlagengröße: Größere Anlagen sind pro kWp oft günstiger in der Anschaffung, was die Amortisationszeit verkürzt.
- Förderungen & Steuern: Der Wegfall der Mehrwertsteuer ist hier der größte Hebel.

Rechenbeispiele: Wann lohnt sich Sungrow?
Um Ihnen ein Gefühl für die Zahlen zu geben, haben wir drei typische Szenarien durchgerechnet. Bitte beachten Sie, dass dies exemplarische Rechnungen sind, die je nach Dachausrichtung, lokalen Installationskosten und individuellem Stromverbrauch variieren.
Beispiel 1 – Einfamilienhaus mit 6 kWp PV + Sungrow-Wechselrichter (ohne Speicher)
In diesem Szenario setzen wir auf geringe Investitionskosten. Der Strom wird direkt verbraucht, wenn die Sonne scheint.
- Verbrauch: ca. 3.500 kWh/Jahr
- Eigenverbrauchsquote: ca. 30 % (ohne Speicher ist abends Strombezug nötig)
- Wirtschaftlichkeit: Durch die niedrigeren Einstiegskosten amortisiert sich die Anlage oft schon nach 9 bis 11 Jahren. Der absolute Gewinn über 20 Jahre ist jedoch geringer als bei Systemen mit Speicher, da viel teurer Netzstrom zugekauft werden muss.
Beispiel 2 – Einfamilienhaus mit 10 kWp PV + Sungrow Hybrid + 10 kWh Speicher
Dies ist die beliebteste Kombination. Der Sungrow Hybrid-Wechselrichter lädt tagsüber die Batterie, die Sie und Ihr Zuhause durch die Nacht bringt.
- Verbrauch: ca. 4.500 kWh/Jahr
- Eigenverbrauchsquote: Steigerung auf ca. 60–75 %.
- Wirtschaftlichkeit: Die Investition ist höher, aber Sie kaufen drastisch weniger Strom ein. Die Amortisation liegt meist zwischen 10 und 13 Jahren.
- Vorteil: Sie machen sich unabhängiger von zukünftigen Strompreiserhöhungen.
Beispiel 3 – Der „Power-User“: E-Auto + Wärmepumpe + Sungrow System
Hier spielt ein Sungrow System seine Stärken voll aus. Ein Elektroauto und eine Wärmepumpe sind ideale Abnehmer für überschüssigen Solarstrom.
- Gesamtverbrauch: > 8.000 kWh/Jahr
- Nutzung: Das E-Auto wird (wenn möglich) solar geladen, die Wärmepumpe nutzt tagsüber gezielt Überschüsse.
- Wirtschaftlichkeit: Da Sie hier teuren Haushaltsstrom UND Kraftstoffkosten ersetzen, ist die Ersparnis enorm. Oft amortisiert sich ein solches System in unter 10 Jahren.
Hinweis: Nutzen Sie für eine detaillierte Planung und Überwachung Ihrer Ersparnisse auch später die iSolarCloud-App von Sungrow: PV-Anlage bequem überwachen – jederzeit & überall. Hier sehen Sie transparent, wie viel Geld Sie täglich sparen.
Für wen lohnt sich Sungrow besonders?
Zusammenfassend lässt sich sagen: Sungrow ist die ideale Wahl für den pragmatischen Rechner.
- Preisbewusste Käufer: Sie wollen solide und bewährte Technik, aber keinen „Markenaufschlag“ für reine Image-Gründe zahlen.
- Zukunftsorientierte: Durch die Hybrid-Technologie sind Sie „Storage Ready“. Auch wenn Sie heute noch keinen Speicher kaufen, können Sie diesen bei Sungrow später problemlos nachrüsten. Die modularen Batterien lassen sich zudem einfach erweitern.
- Eigenheimbesitzer mit Sektorenkopplung: Wer Wärmepumpe und E-Mobilität verbindet, profitiert massiv von den intelligenten Kommunikationsschnittstellen der Sungrow-Geräte (z. B. SG-Ready Schnittstelle).

Fazit – Lohnt sich Sungrow wirklich?
Die Antwort ist ein klares Ja – für die allermeisten Anwendungsfälle. Wir von Inselvolt schätzen an Sungrow die exzellente Balance aus fairen Investitionskosten, hoher technischer Leistung und erwiesener Zuverlässigkeit. Die Amortisationszeiten sind durch die gesunkenen Modulpreise und die Steuerbefreiung aktuell so attraktiv wie selten zuvor.
Wer seine Energiekosten langfristig senken und sich ein großes Stück Unabhängigkeit sichern möchte, findet in den Systemen von Sungrow einen wirtschaftlich sehr vernünftigen und zukunftssicheren Partner.
Möchten Sie genau wissen, wie sich die Rechnung für Ihr Dach darstellt?
Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihre persönliche Energiewende zu planen. Lassen Sie uns gemeinsam schauen, welche Komponenten für Sie am sinnvollsten sind.

















































