Allgemeine Geschäftsbedingungen

inselvolt GmbH
Rückertweg 8
74182 Obersulm
Deutschland

Kontakt: Die aktuellen Kontaktdaten finden Sie im Impressum.

Stand: 01.12.2025

Inhaltsverzeichnis

  1. Geltungsbereich
  2. Vertragsschluss
  3. Widerrufsrecht
  4. Preise und Zahlungsbedingungen
  5. Liefer- und Versandbedingungen
  6. Nutzungsrechte für digitale Inhalte
  7. Nutzungsrechte für Lizenzschlüssel
  8. Eigentumsvorbehalt
  9. Mängelhaftung (Gewährleistung)
  10. Haftung
  11. Anwendbares Recht
  12. Gerichtsstand
  13. Alternative Streitbeilegung

1) Geltungsbereich

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Verträge über die Lieferung von Waren, die ein Verbraucher oder Unternehmer („Kunde“) mit der inselvolt GmbH („Verkäufer“) über die im Online-Shop dargestellten Produkte abschließt. Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht, es sei denn, der Verkäufer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich zu.

1.2 Für Verträge über Waren mit digitalen Elementen gelten diese AGB entsprechend, soweit keine abweichenden Regelungen getroffen sind. Der Verkäufer schuldet dabei neben der Ware auch die Bereitstellung digitaler Inhalte oder digitaler Dienstleistungen („digitale Produkte“), sofern diese für die Funktionsfähigkeit der Ware erforderlich sind.

1.3 Für Verträge über die Bereitstellung digitaler Inhalte (Daten in digitaler Form) gelten diese AGB entsprechend, sofern nichts anderes vereinbart ist.

1.4 Für Verträge über die Bereitstellung von Lizenzschlüsseln gelten diese AGB entsprechend, sofern nichts anderes vereinbart ist. Der Verkäufer schuldet die Bereitstellung eines Lizenzschlüssels und die Einräumung der vereinbarten Nutzungsrechte am digitalen Produkt. Ein Erwerb von geistigem Eigentum am digitalen Produkt ist damit nicht verbunden. Maßgeblich für die Eigenschaften des digitalen Produkts ist die jeweilige Produktbeschreibung.

1.5 Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft überwiegend zu Zwecken abschließt, die weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.

1.6 Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.


2) Vertragsschluss

2.1 Die Darstellung der Produkte im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung an den Kunden, ein verbindliches Angebot abzugeben.

2.2 Der Kunde kann ein Angebot über das Online-Bestellformular abgeben, indem er die Waren in den Warenkorb legt, den Bestellprozess durchläuft und den Bestellvorgang über den dafür vorgesehenen Button abschließt. Alternativ kann der Kunde sein Angebot auch per E-Mail, über ein Kontaktformular oder telefonisch abgeben.

2.3 Der Verkäufer kann das Angebot des Kunden innerhalb von fünf (5) Tagen annehmen

  • durch Übersendung einer Auftragsbestätigung in Textform (z. B. E-Mail), oder
  • durch Versandbestätigung bzw. Auslieferung der Ware, oder
  • durch ausdrückliche Annahmeerklärung in Textform.

Der Vertrag kommt zu dem Zeitpunkt zustande, in dem eine der vorgenannten Annahmehandlungen erstmals erfolgt. Nimmt der Verkäufer das Angebot innerhalb der Annahmefrist nicht an, gilt dies als Ablehnung; der Kunde ist dann nicht mehr an sein Angebot gebunden.

 

2.4 Eine automatisch erzeugte Eingangsbestätigung (z. B. Bestellbestätigung) dokumentiert lediglich den Eingang der Bestellung und stellt keine Annahme dar.

2.5 Besonderheit bei Zahlung per Vorkasse/Banküberweisung: Eine Zahlungsaufforderung, die Mitteilung von Bankdaten oder die Übersendung einer Proforma-/Abschlagsrechnung dient ausschließlich der Zahlungsabwicklung und ist keine Annahmeerklärung. Der Vertrag kommt bei Vorkasse/Banküberweisung erst mit einer Annahme nach Ziffer 2.3 zustande (z. B. Auftragsbestätigung/Versandbestätigung).

2.6 Bei Auswahl einer von PayPal angebotenen Zahlungsart erfolgt die Zahlungsabwicklung über PayPal. Soweit der Verkäufer über PayPal Zahlarten anbietet, bei denen der Verkäufer bereits mit Abgabe der Bestellung annimmt (z. B. „sofortige“ Zahlungsbestätigung im Checkout), erklärt der Verkäufer die Annahme in dem Zeitpunkt, in dem der Kunde den Bestellbutton betätigt und der Zahlungsvorgang entsprechend ausgelöst wird.

2.7 Der Vertragstext wird nach Vertragsschluss gespeichert und dem Kunden in Textform übermittelt (z. B. per E-Mail). Eine darüber hinausgehende Zugänglichmachung kann über ein Kundenkonto erfolgen, sofern der Kunde ein solches eingerichtet hat.

2.8 Vor Abschluss der Bestellung kann der Kunde Eingabefehler durch sorgfältige Prüfung der angezeigten Informationen erkennen und bis zum endgültigen Absenden der Bestellung korrigieren.

2.9 Für den Vertragsschluss steht die deutsche Sprache zur Verfügung.

2.10 Der Kunde hat sicherzustellen, dass die von ihm angegebene E-Mail-Adresse korrekt ist und E-Mails des Verkäufers empfangen werden können (insbesondere bei Einsatz von Spam-Filtern).

2.11 Sicherheits- und Compliance-Prüfungen / Missbrauchsverdacht: Bei begründeten Anhaltspunkten für Betrug, Missbrauch, Identitäts-/Zahlungsunregelmäßigkeiten oder sonstigen Sicherheits-/Compliance-Risiken ist der Verkäufer berechtigt, (i) die Annahme abzulehnen, (ii) die Leistung bis zur Klärung auszusetzen und/oder (iii) zusätzliche Nachweise anzufordern. In diesen Fällen besteht – vorbehaltlich zwingender gesetzlicher Regelungen – kein Anspruch auf Schadensersatz wegen Verzögerung oder Nichtannahme, sofern den Verkäufer kein Verschulden trifft.


3) Widerrufsrecht

3.1 Verbrauchern steht grundsätzlich ein Widerrufsrecht zu.

3.2 Einzelheiten (Fristen, Bedingungen, Rücksendekostenregelung etc.) ergeben sich aus der Widerrufs- / Rückgabe- und Rückerstattungsrichtlinie des Verkäufers.

3.3 Das Widerrufsrecht gilt nicht für Verbraucher, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses keinem Mitgliedstaat der Europäischen Union angehören und deren alleiniger Wohnsitz sowie Lieferadresse zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses außerhalb der Europäischen Union liegen.


4) Preise und Zahlungsbedingungen

4.1 Sofern nicht anders angegeben, sind die im Online-Shop ausgewiesenen Preise Gesamtpreise und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer. Zusätzlich anfallende Versand- oder Lieferkosten werden gesondert ausgewiesen.

4.2 Bei Lieferungen in Staaten außerhalb der Europäischen Union können zusätzliche Kosten entstehen, die der Verkäufer nicht beeinflussen kann (z. B. Bank-/Überweisungsgebühren, Wechselkursgebühren, Zölle, Einfuhrabgaben). Diese Kosten trägt der Kunde.

4.3 Die verfügbaren Zahlungsmethoden werden im Online-Shop angezeigt.

4.4 Vorkasse/Banküberweisung:

  • Der Kunde wird gebeten, den Rechnungsbetrag unverzüglich nach Abgabe seiner Bestellung zu überweisen. Sofern nichts anderes vereinbart ist, muss der Betrag spätestens innerhalb von fünf (5) Kalendertagen eingehen.
  • Maßgeblich für die Zahlung ist ausschließlich die Gutschrift auf dem Konto des Verkäufers. Überweisungsbelege, Screenshots oder Zahlungsavise ersetzen den Zahlungseingang nicht.
  • Der Versand bzw. die Beauftragung von Logistikdienstleistern erfolgt grundsätzlich erst nach Zahlungseingang, sofern nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart ist.
  • Geht die Zahlung nicht fristgerecht ein, kann der Verkäufer das Angebot ablehnen bzw. bereits eingeleitete Abwicklungen stoppen.

 

4.5 PayPal: Bei Auswahl einer PayPal-Zahlungsart erfolgt die Zahlungsabwicklung über PayPal; PayPal kann hierfür weitere Zahlungsdienstleister einsetzen. Bietet PayPal Zahlungsarten an, bei denen PayPal/der Zahlungsdienstleister eine Bonitätsprüfung durchführt oder der Verkäufer in Vorleistung geht, kann die Zahlungsart bei negativem Ergebnis abgelehnt werden. In diesem Fall ist der Kunde verpflichtet, die zugelassene Zahlungsart zu verwenden und fristgerecht zu zahlen.

4.6 Shopify Payments/Stripe: Bei Auswahl einer über Shopify Payments angebotenen Zahlungsart erfolgt die Zahlungsabwicklung durch den jeweiligen Zahlungsdienstleister (regelmäßig Stripe). Es können zusätzliche Bedingungen der Zahlungsdienstleister gelten, auf die der Kunde im Checkout hingewiesen wird.

4.7 Aufrechnung / Zurückbehaltung: Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde nur ausüben, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis beruht.


5) Liefer- und Versandbedingungen

5.1 Soweit der Verkäufer den Versand anbietet, erfolgt die Lieferung innerhalb des angegebenen Liefergebiets an die vom Kunden mitgeteilte Lieferadresse. Maßgeblich ist die in der Bestellabwicklung angegebene Lieferadresse; bei bestimmten Zahlungsarten kann die dort hinterlegte Lieferadresse maßgeblich sein.

5.2 Speditionsware: Bei Speditionslieferungen erfolgt die Lieferung grundsätzlich bis zur Bordsteinkante an der der Lieferadresse nächstgelegenen öffentlichen, befahrbaren Stelle, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.

5.2a Mitwirkungspflichten des Kunden (insbesondere bei Spedition/Palettenware):

  • Der Kunde stellt sicher, dass die Lieferstelle erreichbar ist (Zufahrt, Durchfahrtshöhen/-breiten, Halte-/Entlademöglichkeiten) und eine Annahme sowie – falls erforderlich – Entladung möglich ist.
  • Der Kunde stellt einen erreichbaren Ansprechpartner sowie eine Telefonnummer für Terminabstimmungen bereit.
  • Erforderliche Hilfsmittel (z. B. Hebe-/Entladehilfen, geeignetes Personal) sind vom Kunden bereitzustellen, sofern nicht ausdrücklich eine andere Leistung vereinbart ist.

 

5.3 Scheitert die Zustellung oder verzögert sie sich aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat (z. B. falsche Lieferdaten, Nichtantreffen, Annahmeverweigerung, fehlende Entlademöglichkeit, fehlende Mitwirkung), trägt der Kunde die hierdurch entstehenden Mehrkosten. Dazu gehören – je nach Fall – insbesondere Kosten für Zweitzustellung, Rücktransport, Umlagerung, Zusatzhandling, Lagerung sowie Standgeld/Standzeiten von Spedition/Frachtführer. Dies gilt nicht für die Kosten der Hinsendung, wenn der Kunde sein Widerrufsrecht wirksam ausübt; für Rücksendekosten gelten die Regelungen in der Widerrufsbelehrung.

5.3a Pauschalierter Schadensersatz bei Nichtausführung aus Kundensphäre (10%):
Kann ein Auftrag nach Vertragsschluss aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat (insbesondere Zahlungsverzug, Mitwirkungsverletzung, Annahmeverzug, unzutreffende oder unvollständige Angaben), nicht ausgeführt werden oder wird die Ausführung hierdurch abgebrochen, ist der Verkäufer berechtigt, 10% der Auftragssumme (Bruttowarenwert) als pauschalierten Schadensersatz zu verlangen bzw. einzubehalten.
Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass dem Verkäufer kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Dem Verkäufer bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten.
Diese Regelung gilt nicht, soweit der Kunde ein gesetzliches Widerrufsrecht wirksam ausübt oder der Verkäufer die Nichtausführung zu vertreten hat.

5.4 Gefahrübergang (Unternehmer): Ist der Kunde Unternehmer, geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware mit Übergabe an den Beförderer/Transporteur (Spediteur, Frachtführer etc.) auf den Kunden über.

5.5 Gefahrübergang (Verbraucher): Ist der Kunde Verbraucher, geht die Gefahr grundsätzlich erst mit Übergabe der Ware an den Kunden oder eine empfangsberechtigte Person über. Beauftragt der Verbraucher eigenständig einen vom Verkäufer zuvor nicht benannten Transporteur, kann der Gefahrübergang bereits mit Übergabe an den Transporteur eintreten.

5.6 Selbstbelieferungsvorbehalt: Der Verkäufer ist berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, sofern er ohne eigenes Verschulden trotz ordnungsgemäßen Deckungsgeschäfts nicht oder nicht richtig beliefert wird. Der Verkäufer wird den Kunden unverzüglich informieren und bereits erhaltene Zahlungen unverzüglich erstatten.

5.7 Selbstabholung: Eine Selbstabholung ist aus logistischen Gründen grundsätzlich nicht möglich, sofern nicht ausdrücklich schriftlich eine Abholung vereinbart wurde.

5.8 Bereitstellung digitaler Inhalte: Digitale Inhalte werden – sofern angeboten – regelmäßig per E-Mail oder über einen bereitgestellten Download-Link zur Verfügung gestellt.

5.9 Bereitstellung von Lizenzschlüsseln: Lizenzschlüssel werden – sofern angeboten – regelmäßig per E-Mail bereitgestellt.


6) Nutzungsrechte für digitale Inhalte

6.1 Sofern sich aus der Produkt-/Inhaltsbeschreibung nichts anderes ergibt, erhält der Kunde an bereitgestellten digitalen Inhalten ein einfaches (nicht ausschließliches), räumlich und zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht zur privaten und – soweit vereinbart – kommerziellen Nutzung.

6.2 Die Weitergabe an Dritte oder die Erstellung von Kopien für Dritte ist nicht erlaubt, soweit nicht der Verkäufer einer Übertragung der Nutzungslizenz ausdrücklich zugestimmt hat.

6.3 Bei einmaliger Bereitstellung digitaler Inhalte entsteht das Nutzungsrecht erst nach vollständigem Zahlungseingang. Eine vorläufige Nutzungserlaubnis vor Zahlungseingang begründet keinen Rechteübergang.


7) Nutzungsrechte für Lizenzschlüssel

7.1 Ein bereitgestellter Lizenzschlüssel berechtigt zur Nutzung des digitalen Produkts im Umfang der jeweiligen Produktbeschreibung.

7.2 Bei einmaliger Bereitstellung gilt: Das Nutzungsrecht entsteht erst mit vollständigem Zahlungseingang.


8) Eigentumsvorbehalt

Bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises bleibt die gelieferte Ware Eigentum des Verkäufers.


9) Mängelhaftung (Gewährleistung)

Soweit nachfolgend nichts Abweichendes geregelt ist, gelten die gesetzlichen Vorschriften zur Mängelhaftung.

9.1 Ist der Kunde Unternehmer, gilt ergänzend:

  • Der Verkäufer kann die Art der Nacherfüllung wählen.
  • Für neue Waren verjähren Mängelansprüche grundsätzlich binnen eines (1) Jahres ab Ablieferung.
  • Bei gebrauchten Waren sind Mängelansprüche ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
  • Eine Ersatzlieferung im Rahmen der Mängelhaftung führt nicht zu einem Neubeginn der Verjährung.

 

9.2 Ist der Kunde Verbraucher, kann bei gebrauchten Waren eine Verkürzung der Verjährung auf ein (1) Jahr nur dann gelten, wenn dies ausdrücklich und gesondert vereinbart wurde und der Verbraucher vor Abgabe seiner Vertragserklärung darüber gesondert informiert wurde.

9.3 Die vorstehenden Beschränkungen gelten nicht

  • für Schadensersatz- und Aufwendungsersatzansprüche,
  • bei arglistigem Verschweigen eines Mangels,
  • für Waren, die entsprechend ihrer üblichen Verwendung für ein Bauwerk eingesetzt wurden und dessen Mangelhaftigkeit verursacht haben,
  • für Pflichten zur Bereitstellung von Aktualisierungen bei Waren mit digitalen Elementen, soweit gesetzlich erforderlich.

 

9.4 Gesetzliche Rückgriffsansprüche bleiben unberührt.

9.5 Ist der Kunde Kaufmann, gelten die Untersuchungs- und Rügepflichten nach § 377 HGB. Unterbleibt die ordnungsgemäße Anzeige, gilt die Ware als genehmigt.

9.6 Verbraucher werden gebeten, offensichtliche Transportschäden unmittelbar beim Zusteller zu reklamieren und den Verkäufer zu informieren. Unterbleibt dies, berührt dies die gesetzlichen Rechte des Verbrauchers nicht.


10) Haftung

Der Verkäufer haftet aus vertraglichen, vertragsähnlichen und gesetzlichen Ansprüchen auf Schadens- und Aufwendungsersatz wie folgt:

10.1 Unbeschränkte Haftung besteht:

  • bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit,
  • bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit,
  • bei Übernahme einer Garantie, soweit nichts Abweichendes geregelt ist,
  • bei zwingender gesetzlicher Haftung (z. B. Produkthaftung).

 

10.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

10.3 Im Übrigen ist eine Haftung des Verkäufers ausgeschlossen.

10.4 Soweit nach den vorstehenden Regelungen eine Haftung ausgeschlossen oder begrenzt ist, gilt dies auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Verkäufers.

10.5 Keine Haftung für kundenverursachte Logistik-/Ausfallfolgen: Ansprüche des Kunden auf Ersatz von Standzeiten, Transportmehrkosten, Betriebsunterbrechung, Verdienstausfall oder entgangenem Gewinn sind ausgeschlossen, soweit diese Folgen durch Umstände aus der Sphäre des Kunden verursacht wurden (z. B. Zahlungsverzug, fehlende Mitwirkung, Annahmeverzug, falsche Angaben). Zwingende gesetzliche Haftungsregeln bleiben unberührt.


11) Anwendbares Recht

11.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit hierdurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts des Staates entzogen wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

11.2 Für Verbraucher außerhalb der EU gilt die Rechtswahl zum gesetzlichen Widerrufsrecht nur, soweit zwingende Verbraucherschutzvorschriften nicht entgegenstehen.


12) Gerichtsstand

12.1 Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist – soweit zulässig – ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Sitz des Verkäufers.

12.2 Hat der Kunde seinen Sitz außerhalb Deutschlands und ist der Vertrag der beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit des Kunden zuzurechnen, ist ebenfalls der Sitz des Verkäufers Gerichtsstand. Der Verkäufer ist daneben berechtigt, am Sitz des Kunden zu klagen.


13) Alternative Streitbeilegung

Der Verkäufer ist nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, erklärt sich jedoch – soweit im Einzelfall sinnvoll – grundsätzlich bereit, eine außergerichtliche Klärung zu prüfen.