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Sungrow

Sungrow SGCX-P3 String-Wechselrichter mit 125 kW

Sungrow SGCX-P3 String-Wechselrichter mit 125 kW

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Der Sungrow SG125CX-P3 ist ein dreiphasiger, transformatorloser PV-Wechselrichter mit 125 kW AC-Nennleistung. Er richtet sich an gewerbliche und landwirtschaftliche Anlagen dieser Größenklasse, bei denen typische Probleme zusammenkommen: mehrere Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung, stromstarke Module, lange DC-Leitungen und die Frage, wie man einen Isolationsfehler auf einem großen Dach findet, ohne jeden String einzeln abzuklemmen. Für diese Punkte liefert das Datenblatt konkrete Antworten: 10 unabhängige MPP-Tracker, 40 A Eingangsstrom je Tracker, Lichtbogenerkennung AFCI 3.0+ mit 600 m Erkennungsreichweite und eine Isolationsfehlerortung auf Modulebene.

Vorteile

  • 10 unabhängige MPP-Tracker mit je 2 Strings: Bis zu 20 Strings verteilen sich auf 10 getrennt geregelte Eingänge. Ost- und Westflächen, Teilverschattung durch Lichtkuppeln oder unterschiedliche Stringlängen laufen jeweils auf ihrem eigenen Arbeitspunkt, statt sich gegenseitig auszubremsen.
  • 40 A Eingangsstrom je MPPT, 30 A je DC-Steckverbinder: Der zulässige DC-Kurzschlussstrom liegt bei 50 A je Tracker (500 A gesamt). Das gibt Reserve für stromstarke Module, bei denen ältere Wechselrichter mit knapper Eingangsauslegung abregeln.
  • Bis 198 kWp empfohlene PV-Leistung: Bei 125 kW AC entspricht das einem DC/AC-Verhältnis von rund 1,58. Die Anlage erreicht morgens, abends und im Winter früher die volle Ausgangsleistung. Mittags begrenzt der Wechselrichter auf 125 kW.
  • MPPT-Bereich 180–1000 V, Startspannung 200 V: Auch kürzere Strings auf kleinen Teilflächen lassen sich anschließen. Wichtig für die Planung: Den MPPT-Bereich bei Volllast nennt Sungrow im Benutzerhandbuch, und eine Spannung außerhalb des Arbeitsbereichs löst den Geräteschutz aus.
  • Lichtbogenerkennung AFCI 3.0+ mit 600 m Erkennungsreichweite: Ein Lichtbogen an einem schlecht gecrimpten Stecker ist auf großen Dächern das Brandrisiko, über das Versicherer und Brandschutzbeauftragte sprechen. Die Reichweite von 600 m deckt auch lange DC-Leitungen zwischen Dach und Wechselrichterstandort ab.
  • String-Erkennung, I-V-Diagnose und Isolationsfehlerortung auf Modulebene: Statt bei einer Isolationsfehlermeldung String für String durchzumessen, grenzt der Wechselrichter den Fehler selbst ein. Das spart Einsatzzeit am Dach.
  • PID-Recovery-Funktion: Potenzialinduzierte Degradation (PID) mindert über Jahre die Modulleistung. Der Wechselrichter hat eine Funktion an Bord, die diesem Effekt entgegenwirkt, ohne dass ein separates Gerät nötig ist.
  • Überspannungsschutz DC Typ I + II und AC Typ II im Gerät: Die Ableiter sind Teil der Schutzfunktionen laut Datenblatt. Ob zusätzlich externe Ableiter nötig sind, entscheidet das Blitzschutzkonzept des Gebäudes.
  • IP66, Korrosionsschutzklasse C5, −30 bis 60 °C, bis 3000 m Höhe: Diese Angaben sind die Grundlage für eine Außenmontage, etwa an der Hallenwand, auch an Standorten mit belasteter Luft.
  • 98,5 % Maximal- und 98,3 % europäischer Wirkungsgrad: Der europäische Wirkungsgrad gewichtet Teillastzustände und ist deshalb der aussagekräftigere Wert für den Jahresertrag.
  • Netzstützung: LVRT, HVRT, Wirk- und Blindleistungsregelung, Leistungsrampenregelung und Q-at-Night. Der Leistungsfaktor ist von 0,8 kapazitiv bis 0,8 induktiv einstellbar, damit lassen sich Vorgaben des Netzbetreibers umsetzen.
  • Nachtverbrauch unter 5 W: Der Eigenverbrauch des Geräts ohne PV-Erzeugung bleibt gering.

Technische Daten

Merkmal Wert
Eingang (DC)
Empfohlene max. PV-Eingangsleistung 198 kWp
Max. PV-Eingangsspannung 1100 V (Spannung außerhalb des MPPT-Arbeitsbereichs löst den Wechselrichterschutz aus)
Min. PV-Eingangsspannung / Startspannung 180 V / 200 V
Nenn-PV-Eingangsspannung 600 V
MPPT-Spannungsbereich 180–1000 V (MPPT-Bereich bei Volllast siehe Benutzerhandbuch)
Anzahl unabhängiger MPP-Eingänge 10
PV-Strings pro MPPT 2
Max. PV-Eingangsstrom 400 A (40 A × 10)
Max. DC-Kurzschlussstrom 500 A (50 A × 10)
Max. Strom pro DC-Steckverbinder 30 A
Ausgang (AC)
AC-Nennleistung 125 kW
Max. AC-Scheinleistung 125 kVA
Max. AC-Ausgangsstrom (bei 220 V) 189,9 A
AC-Nennstrom (bei 230 V) 181,1 A
AC-Nennspannung 3 / N / PE, 220 / 380 V; 230 / 400 V
AC-Spannungsbereich 320–480 V
Netznennfrequenz 50 / 60 Hz
Netzfrequenzbereich 45–55 Hz / 55–65 Hz
Klirrfaktor (THD) bei Nennleistung < 2 %
Leistungsfaktor bei Nennleistung / einstellbar > 0,99 / 0,8 kapazitiv bis 0,8 induktiv
Einspeisephasen / AC-Anschluss 3 / 3-N-PE
Wirkungsgrad
Max. Wirkungsgrad 98,5 %
Europäischer Wirkungsgrad 98,3 %
Schutz und Funktionen
Schutzfunktionen Netzüberwachung, DC-Verpolungsschutz, AC-Kurzschlussschutz, Fehlerstromschutz, Erdschlussüberwachung, DC-Schalter, PV-String-Stromüberwachung, Lichtbogenschutz (AFCI), PID-Recovery-Funktion
Überspannungsschutz DC Typ I + II / AC Typ II
Lichtbogenerkennung AFCI 3.0+, Erkennungsreichweite 600 m
Diagnose String-Erkennung und I-V-Diagnose, Isolationsfehlerortung auf Modulebene
Netzunterstützung Q-at-Night-Funktion, LVRT, HVRT, Wirk- und Blindleistungsregelung, Leistungsrampenregelung
Allgemeine Daten
Topologie Transformatorlos
Abmessungen (B × H × T) 1025 × 795 × 360 mm
Gewicht ≤ 88 kg
Montageart Wandhalterung
Schutzart IP66
Korrosionsschutzklasse C5
Nachtverbrauch < 5 W
Betriebstemperaturbereich −30 bis 60 °C
Zulässige relative Luftfeuchte 0–95 % (nicht kondensierend)
Kühlung Intelligente Zwangsluftkühlung
Max. Betriebshöhe 3000 m
Anzeige LED, Bluetooth + App
Kommunikation RS485 / WLAN (optional) / Ethernet (optional)
DC-Anschluss MC4 (4–6 mm²)
AC-Anschluss OT/DT-Kabelschuh (max. 240 mm²)
AC-Kabel Außendurchmesser 30–60 mm
Zertifizierungen / Netzkonformität IEC 62109-1, EN/IEC 61000-6-1/2/3/4, IEC 61727, IEC 62116, EN 50549-1/2, UTE C15-712-1, VDE V 0126-1-1, VDE-AR-N 4105:2018, VFR 2019, NC RfG, G99, UNE 217002, NTS, CEI 0-21 2019, CEI 0-16 2019, NRS-097-2-1, IEC 63027
Garantie keine Angabe

Kompatibilität

Phasen-Logik: Der SG125CX-P3 speist über drei Phasen ein und wird als 3-N-PE angeschlossen, mit Nennspannung 230/400 V (alternativ 220/380 V). Der AC-Nennstrom beträgt 181,1 A bei 230 V. Danach richten sich Leitungsquerschnitt und Absicherung: Die Anschlussklemmen nehmen OT/DT-Kabelschuhe bis 240 mm² auf, die Kabelverschraubung ist für Außendurchmesser von 30–60 mm ausgelegt.

Speicher und AC-Kopplung: Das Datenblatt nennt ausschließlich PV-Eingänge, keinen Batterieanschluss. Ein Speicher wird deshalb, falls gewünscht, als eigenes System auf der AC-Seite der Anlage ergänzt. Wer den Speicher von vornherein DC-seitig einbinden möchte, findet im Shop mit dem Set aus SH125CX-V11 Hybrid-Wechselrichter und PowerKeeper Hochvoltspeicher eine Hybridlösung derselben Leistungsklasse.

EMS- und Monitoring-Anbindung: Serienmäßig ist RS485 vorhanden, WLAN und Ethernet sind optional. Vor Ort lässt sich der Wechselrichter über Bluetooth und App in Betrieb nehmen. Für eine Einspeisebegrenzung am Netzverknüpfungspunkt braucht es eine Messung an diesem Punkt und eine Steuerung, die dem Wechselrichter die Wirkleistungsvorgabe übermittelt. Die Wirkleistungsregelung dafür bringt der SG125CX-P3 laut Datenblatt mit. Als Bausteine kommen etwa der Sungrow Logger 1000A-EU und der dreiphasige Zähler DTSU666-20 für indirekte Messung infrage. Die konkrete Freigabe dieser Kombination für den SG125CX-P3 steht nicht im Datenblatt. Wir prüfen sie vor Ihrer Bestellung.

Zubehör der Vorgängerreihe: Montagerahmen und Dichtungsplatten, die ausdrücklich für den SG125CX-P2 gekennzeichnet sind, gelten nicht automatisch für den P3. Bitte sprechen Sie uns an, bevor Sie Zubehör der P2-Reihe einplanen.

Garantie

Das Datenblatt enthält keine Angabe zur Garantiedauer. Die aktuell gültigen Garantiebedingungen des Herstellers nennen wir Ihnen auf Anfrage vor dem Kauf, damit Sie sie in die Wirtschaftlichkeitsrechnung übernehmen können.

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FAQ

Wie viel PV-Leistung kann ich an den SG125CX-P3 anschließen?

Sungrow empfiehlt maximal 198 kWp. Das sind rund 58 % mehr DC- als AC-Leistung. Der Wechselrichter gibt nie mehr als 125 kW ab. An wenigen Mittagsstunden im Sommer wird deshalb abgeregelt, dafür erreicht die Anlage in den übrigen Stunden des Jahres früher die volle Leistung. Ob sich die Überbelegung im Einzelfall lohnt, hängt von Ausrichtung und Lastprofil ab. Das rechnen wir mit Ihnen gern durch.

Passen stromstarke Module, etwa große bifaziale Formate?

Maßgeblich sind drei Grenzen aus dem Datenblatt: 40 A Eingangsstrom je MPPT, 50 A maximaler Kurzschlussstrom je MPPT und 30 A je DC-Steckverbinder. Mit zwei Strings pro Tracker teilt sich der Strom auf zwei Steckverbinder auf. Vergleichen Sie Impp und Isc Ihres Moduls (bei bifazialen Modulen inklusive Rückseitengewinn) mit diesen Werten. Die DC-Stecker sind MC4 für Leitungsquerschnitte von 4–6 mm².

Was leistet die Lichtbogenerkennung AFCI 3.0+ konkret?

Der Wechselrichter überwacht die DC-Leitungen auf das Signal eines Serienlichtbogens, wie er an einem lockeren oder schlecht gecrimpten Stecker entsteht, und reagiert darauf. Sungrow gibt für AFCI 3.0+ eine Erkennungsreichweite von 600 m an. Auf großen Dächern mit langen Stringleitungen ist das der Wert, auf den es ankommt, denn ein Lichtbogen am entfernten Ende eines Strings muss genauso erkannt werden wie einer direkt am Gerät. IEC 63027 ist in der Konformitätsliste des Datenblatts aufgeführt.

Der Wechselrichter hat Lüfter. Sind die laut oder ein Schwachpunkt?

Ehrliche Antwort: Der SG125CX-P3 arbeitet mit intelligenter Zwangsluftkühlung, also mit Lüftern. Das ist bei 125 kW in einem Gehäuse von 1025 × 795 × 360 mm und 88 kg üblich, weil die Verlustwärme abgeführt werden muss. Lüfter sind mechanische Teile und unterliegen Verschleiß. Einen Geräuschpegel nennt das Datenblatt nicht. Planen Sie den Montageort deshalb nicht direkt neben Büro- oder Wohnräumen und sehen Sie Lüfter und Luftwege bei der regelmäßigen Anlagenprüfung mit an.

Wie finde ich einen Isolationsfehler auf einem großen Dach?

Hier hilft die Diagnose des Geräts: String-Erkennung, I-V-Diagnose und Isolationsfehlerortung auf Modulebene. Statt bei einer Isolationswarnung jeden der bis zu 20 Strings einzeln zu messen, gibt der Wechselrichter einen Hinweis auf den Ort des Fehlers. Die I-V-Kennlinie zeigt zusätzlich, ob ein String durch Verschmutzung, Verschattung oder defekte Module vom Soll abweicht.

Kann ich später einen Batteriespeicher ergänzen?

Nicht direkt am Wechselrichter, denn das Datenblatt sieht nur PV-Eingänge vor. Möglich ist ein separates Speichersystem auf der AC-Seite. Wer bereits bei der Planung weiß, dass Speicher dazukommt, sollte einen Hybrid-Wechselrichter wie den SH125CX-V11 aus dem oben verlinkten Set prüfen.

Welche Netzanschlussnachweise sind für Deutschland aufgeführt?

Das Datenblatt nennt für Deutschland VDE-AR-N 4105:2018 und VDE V 0126-1-1, außerdem EN 50549-1/2 und NC RfG. Welche Nachweise Ihr Netzbetreiber für die konkrete Anlagengröße und den Anschlusspunkt verlangt, sollten Sie vor der Bestellung klären. Die Netzstützungsfunktionen LVRT, HVRT, Blindleistungsregelung, Leistungsrampenregelung und Q-at-Night sind laut Datenblatt vorhanden.

Was bedeutet Q-at-Night?

Der Wechselrichter kann auch ohne PV-Erzeugung Blindleistung bereitstellen. Das kann relevant werden, wenn der Netzbetreiber am Anschlusspunkt eine Blindleistungsvorgabe rund um die Uhr macht. Der Eigenverbrauch des Geräts in der Nacht liegt laut Datenblatt unter 5 W.

Eignet sich das Gerät für die Montage im Freien oder an einer Stallwand?

Die Datenblattwerte sprechen dafür: Schutzart IP66, Korrosionsschutzklasse C5, Betrieb von −30 bis 60 °C und relative Luftfeuchte bis 95 % (nicht kondensierend). Achten Sie bei der Montage auf ausreichend Freiraum für die Luftkühlung und vermeiden Sie Standorte, an denen sich Kondenswasser bildet, denn die Feuchteangabe gilt nur für nicht kondensierende Luft. Montiert wird an einer Wandhalterung, die Wand muss die bis zu 88 kg tragen.

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