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Sungrow

Sungrow CX-P2 String-Wechselrichter 3-phasig 33–50 kW

Sungrow CX-P2 String-Wechselrichter 3-phasig 33–50 kW

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Die Sungrow SG33CX-P2 und SG50CX-P2 sind dreiphasige String-Wechselrichter ohne Batterieanschluss für gewerbliche PV-Anlagen. Sungrow führt die Baureihe in seiner Kompatibilitätsliste unter „C&I", also Gewerbe und Industrie. Der SG33CX-P2 speist 33 kW ein und ist für bis zu 46,2 kWp Modulleistung ausgelegt, der SG50CX-P2 speist 50 kW ein und nimmt bis zu 70 kWp auf. Beide stehen im selben Handbuch, im selben Gehäuse (645 × 575 × 245 mm) und mit denselben Schutzfunktionen. Sie unterscheiden sich in Leistung, Zahl der MPP-Tracker, AC-Anschluss und Gewicht.

Vorteile

  • 30 A je MPP-Tracker: Jeder Tracker nimmt zwei Strings und bis zu 30 A auf, der Kurzschlussstrom darf 40 A erreichen. Damit passen auch großformatige Module mit hohem Strom, solange diese Grenzen eingehalten sind.
  • 3 oder 4 unabhängige MPP-Tracker: Der SG33CX-P2 hat drei, der SG50CX-P2 vier. Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung oder Neigung werden getrennt geregelt und bremsen sich nicht gegenseitig aus.
  • Lichtbogenerkennung eingebaut: Die AFCI-Funktion sitzt im Wechselrichter selbst. Erkennt sie einen echten Lichtbogen auf der DC-Seite, meldet das Gerät einen Fehler und schaltet ab. Wieder zugeschaltet wird vor Ort per App, aus der Ferne über iSolarCloud oder automatisch, je nach Einstellung.
  • Überspannungsschutz schon an Bord: DC-seitig Typ I+II, AC-seitig Typ II.
  • PID-Rückgewinnung und Stringüberwachung: Die Rückgewinnung wirkt potenzialinduzierter Degradation der Module entgegen. Die Stringstromüberwachung misst jeden String einzeln.
  • IP66 und Korrosionsschutzklasse C5: Betrieb von −30 bis 60 °C und bis 4000 m Höhe.
  • Wenig Verbrauch in der Nacht: unter 7 W, wenn die Module keinen Strom liefern.

Technische Daten

Merkmal SG33CX-P2 SG50CX-P2
Modell SG33CX-P2 SG50CX-P2
Empfohlene max. PV-Leistung 46,2 kWp 70 kWp
Max. PV-Eingangsspannung 1100 V
Min. Eingangsspannung / Startspannung 160 V / 200 V
Nenn-Eingangsspannung 600 V
MPP-Spannungsbereich 160–1000 V
MPP-Spannungsbereich bei Nennleistung 500–800 V
Unabhängige MPP-Tracker 3 4
Strings je MPP-Tracker 2
Max. PV-Eingangsstrom 90 A (3 × 30 A) 120 A (4 × 30 A)
Max. DC-Kurzschlussstrom 120 A (3 × 40 A) 160 A (4 × 40 A)
Max. Strom je DC-Steckverbinder 30 A
AC-Nennleistung 33 kW 50 kW
Max. AC-Scheinleistung 36,3 kVA 55 kVA
Max. AC-Strom 55,2 A 83,6 A
AC-Nennstrom (bei 230 V) 47,8 A 72,5 A
Netzanschluss 3/N/PE, 230/400 V oder 220/380 V, dreiphasige Einspeisung
AC-Spannungsbereich 312–480 V
Netzfrequenz 50/60 Hz (45–55 Hz / 55–65 Hz)
Oberschwingungen (THD) < 3 % bei Nennleistung
Leistungsfaktor > 0,99 bei Nennleistung, einstellbar 0,8 voreilend bis 0,8 nacheilend
Max. Wirkungsgrad / Europäischer Wirkungsgrad 98,5 % / 98,3 %
Überspannungsschutz DC Typ I+II, AC Typ II
Lichtbogenerkennung (AFCI) ja
PID-Rückgewinnung ja
Stringstromüberwachung, Erdschlussüberwachung, Fehlerstromschutz ja
DC-Verpolungsschutz, AC-Kurzschlussschutz, Netzüberwachung, DC-Schalter ja
Leistungsoptimierer / Modulabschaltung (RSD) optional (SP600S, SR20D-M nach Rücksprache mit Sungrow)
Netzstützung Blindleistung bei Nacht, LVRT, HVRT, Wirk- und Blindleistungsregelung, Rampenregelung
Topologie trafolos
Schutzart / Korrosionsschutz IP66 / C5
Eigenverbrauch nachts < 7 W
Betriebstemperatur −30 bis 60 °C
Relative Luftfeuchte 0–100 %, nicht kondensierend
Max. Aufstellhöhe 4000 m
Kühlung geregelte Zwangsbelüftung
Anzeige LED, Bluetooth und App
Kommunikation RS485, optional WLAN und Ethernet
DC-Anschluss EVO2, max. 6 mm²
AC-Anschluss OT-Kabelschuh 16–35 mm² OT- oder DT-Kabelschuh 35–50 mm²
AC-Kabel, Außendurchmesser 18–38 mm
Abmessungen (B × H × T) 645 × 575 × 245 mm
Gewicht 38 kg 41 kg
Montage Wandhalterung

Quelle: Sungrow-Benutzerhandbuch SG25/30/33/36/40/50CX-P2, Version 1.1.4 (04/2026), Kapitel 10.1, und EU-Konformitätserklärung vom 12.07.2023.

Kompatibilität

  • Netz: dreiphasig 3/N/PE mit 230/400 V. Für einphasige Hausanschlüsse ist die Baureihe nicht ausgelegt.
  • Batterie: Die CX-P2 haben keinen Batterieanschluss; sie sind reine Netzwechselrichter.
  • Einspeisebegrenzung und Verbrauchsanzeige: Die Funktion ist im Wechselrichter vorhanden, braucht aber einen externen Energiezähler. In der Sungrow-Kompatibilitätsliste (Version 4.3, 01.06.2026) ist für einen einzelnen SG25–125CX-P2 die Kombination aus Energiezähler und WiNet-S/S2 oder EyeS4-EU genannt; als Zähler sind dort unter anderem der DTSU666 und der DTSU666-20 aufgeführt. Für mehrere Wechselrichter an einem Netzanschlusspunkt nennt die Liste den Energiezähler mit COM100E/D.
  • Überwachung: iSolarCloud über das optionale WLAN- oder Ethernet-Modul, vor Ort per Bluetooth und App. Über RS485 lässt sich ein Datenlogger anbinden.
  • Optimierer und Modulabschaltung: Laut Handbuch optional mit dem Optimierer SP600S und dem RSD SR20D-M. Sungrow verlangt dafür eine Rücksprache vor der Bestellung.

Garantie

Die Garantie gibt Sungrow. Die vorliegenden Herstellerunterlagen nennen keine Garantiedauer; maßgeblich sind die Garantiebedingungen von Sungrow für Deutschland. Für einen Garantiefall verlangt Sungrow laut Handbuch die Kaufrechnung. Schäden durch falsche Verdrahtung oder Montage außerhalb der Vorgaben schließt das Handbuch ausdrücklich aus.

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FAQ

SG33CX-P2 oder SG50CX-P2: Welcher passt zu meiner Anlage?

Sungrow empfiehlt für den SG33CX-P2 bis 46,2 kWp und für den SG50CX-P2 bis 70 kWp Modulleistung. Beide Werte liegen beim 1,4-Fachen der AC-Nennleistung. Wer mehr als drei getrennt auszurichtende Dachflächen hat, braucht die vier Tracker des SG50CX-P2. Für größere Anlagen werden mehrere Geräte parallel an einen Netzanschluss gesetzt.

Lassen sich große Module mit hohem Strom anschließen?

Ja, im Rahmen der Grenzwerte: 30 A Eingangsstrom und 40 A Kurzschlussstrom je MPP-Tracker, 30 A je DC-Steckverbinder, höchstens 1100 V Eingangsspannung. Die Strings müssen im MPP-Bereich bei Nennleistung von 500–800 V liegen, und die Spannung zwischen den Trackern soll laut Handbuch um weniger als 80 V auseinanderliegen.

Brauche ich für eine Einspeisebegrenzung einen Zähler?

Ja. Der Wechselrichter regelt die Einspeisung erst, wenn er die Leistung am Netzanschlusspunkt kennt. Dafür braucht er einen externen Energiezähler und ein Kommunikationsmodul. Welche Kombinationen Sungrow freigibt, steht in der Kompatibilitätsliste; der DTSU666-20 gehört dazu. Der Zähler dient nur der Regelung und nicht der Abrechnung.

Darf der Wechselrichter in der Nähe von Wohnräumen hängen?

Sungrow rät davon ab. Das Gerät arbeitet mit Lüftern und ist im Betrieb hörbar. Das Handbuch empfiehlt einen Abstand von mehr als 25 m zu Wohnbereichen oder Maßnahmen zur Schalldämpfung.

Kann ich ihn ohne Dach im Freien montieren?

Das Gehäuse hält IP66 und C5, Sungrow empfiehlt trotzdem einen geschützten Platz. Bei direkter Sonne steigt die Gerätetemperatur, und der Wechselrichter regelt zum Selbstschutz die Leistung herunter. In Küstennähe (innerhalb von 500 m zum Meer) verlangt Sungrow vor der Montage eine Rücksprache, weil die Salzbelastung dort stark schwankt.

Was passiert nach einer Abschaltung durch die Lichtbogenerkennung?

Der Wechselrichter meldet den Fehler und bleibt aus. Je nach Einstellung wird er vor Ort in der iSolarCloud-App, aus der Ferne über iSolarCloud oder automatisch wieder zugeschaltet.

Gibt es Unterschiede bei der Installation zwischen beiden Modellen?

Auf der AC-Seite. Der SG33CX-P2 nimmt OT-Kabelschuhe von 16–35 mm² auf, der SG50CX-P2 OT- oder DT-Kabelschuhe von 35–50 mm². Der Außendurchmesser des AC-Kabels muss bei beiden zwischen 18 und 38 mm liegen. DC-seitig werden EVO2-Steckverbinder bis 6 mm² verwendet.

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